Anleitung
So planst du mit dem Antennenrechner eine Antenne – von der Eingabe bis zum fertigen Bauplan als PDF.
Schnellstart
- Links unter Antenne den Antennentyp wählen, z. B. Dipol, Yagi oder Delta-Loop.
- Unter Frequenz eine Bandtaste drücken oder die Mittenfrequenz eintragen.
- Startwerte drücken – die Maße werden passend zur Frequenz vorgeschlagen.
- Berechnen drücken. Danach mit Auf Resonanz trimmen die Länge feinabstimmen, bei Yagi, Moxon und Quad zusätzlich Optimieren.
- Ergebnis in der 3D-Ansicht und in den Messwerten prüfen – gepunktet unterstrichene Begriffe erklären sich beim Überfahren mit der Maus.
- Mit Bauplan-PDF den fertigen Bauplan herunterladen, mit Speichern die Eingaben für später sichern.
Kopfzeile
- Projektname, Rufzeichen
- Erscheinen im PDF-Bauplan und im Dateinamen. Beides ist freiwillig.
- Neu
- Beginnt ein neues Projekt mit Standardwerten.
- Öffnen, Speichern
- Speichert alle Eingaben als Datei
*.antenne.jsonauf deinem Rechner und lädt sie wieder. Auf dem Server wird nichts gespeichert. Zusätzlich merkt sich der Browser das zuletzt bearbeitete Projekt. - NEC-Import, NEC-Export
- Liest Drahtmodelle aus .nec-Dateien anderer Programme (z. B. 4nec2, EZNEC) ein bzw. speichert das aktuelle Modell als .nec-Datei. Importierte Modelle landen im Typ „Freie Geometrie“.
- Bauplan-PDF
- Erstellt den vollständigen Bauplan – siehe Abschnitt Bauplan-PDF.
- Info, Hilfe
- Info zeigt Änderungen, verwendete Software und Kontakt; Hilfe ist diese Seite.
- DE / EN
- Schaltet die Sprache von Oberfläche, Infoseite und PDF um.
Eingaben (linke Spalte)
- Antenne
- Antennentyp mit kurzer Beschreibung: Dipol/Inverted-V/Windom, Langdraht/EFHW, Groundplane, Yagi, Moxon, Delta-Loop, Quad oder freie Geometrie aus beliebigen Drähten.
- Frequenz
- Mittenfrequenz sowie Anfang, Ende und Anzahl der Punkte für die SWV-Kurve. Die Bandtasten setzen Mitte und Bandgrenzen; der Leuchtpunkt zeigt das aktuelle Band.
- Umgebung und Material
- Boden beeinflusst Abstrahlwinkel und Impedanz stark – „Durchschnitt“ ist ein guter Anfang, „Freiraum“ zeigt die Antenne ohne Bodeneinfluss. Leitermaterial bestimmt die Verluste. Isolierung wirkt nur auf die Zuschnittlängen im Bauplan (isolierter Draht wird etwas kürzer geschnitten). Systemimpedanz ist normalerweise 50 Ω.
- Abmessungen
- Die Maße der gewählten Antenne. Bei Yagi und freier Geometrie gibt es eine Tabelle mit einer Zeile je Element bzw. Draht.
- Startwerte berechnet die Maße neu aus der Frequenz – nach jedem Frequenzwechsel drücken.
- Auf Resonanz trimmen ändert Länge bzw. Umfang, bis die Antenne resonant ist (bei der Yagi passend zur Haarnadel-Anpassung).
- Optimieren (Yagi, Moxon, Quad) verbessert Gewinn und Vor-Rück-Verhältnis. Gerechnet wird im Freiraum; das dauert bis zu etwa 30 Sekunden.
- Anpassung
- „Automatisch“ wählt die Anpassung mit dem besten SWV (direkt, Balun/Unun, λ/4-Leitung oder Haarnadel). Du kannst auch eine Variante fest vorgeben. Die Bandtasten darunter rechnen zusätzliche Bänder mit – nützlich für Mehrbandantennen wie EFHW, Langdraht oder Windom.
- Projekt
- Eine Notiz, die im PDF unter dem Titel erscheint.
- Berechnen
- Startet die Simulation. Nach Änderungen zeigt ein Hinweis über den Ergebnissen, dass neu gerechnet werden sollte.
Anzeige und Messwerte
- 3D-Ansicht
- Zeigt die Antenne und ihr Strahlungsdiagramm. Mit der linken Maustaste drehen, mit der rechten verschieben, mit dem Mausrad zoomen. Die Tasten 3D, Vorn, Seite und Oben wählen feste Blickrichtungen. Diagramm blendet das Strahlungsdiagramm ein oder aus, Netz zeigt dessen Gitter, Strom färbt die Drähte nach Strombelegung, Skalierung ändert die Größe des Diagramms. Die Farbskala reicht von −30 dB (blau) bis zum Maximum (rot). Der Pfeil zeigt 0° = Hauptstrahlrichtung (+x).
- Impedanz am Speisepunkt
- Wirk- und Blindanteil in Ω. Resonanz heißt Blindanteil nahe 0.
- SWV
- Stehwellenverhältnis mit der darunter genannten Anpassung. Grün ist gut (bis 1,5), gelb brauchbar, rot zu hoch.
- Gewinn
- Maximaler Gewinn in dBi (gegenüber Kugelstrahler) und dBd (gegenüber Dipol).
- Abstrahlwinkel
- Elevation der stärksten Abstrahlung. Flache Winkel sind gut für DX, steile für den Nahbereich (NVIS).
- Vor-Rück-Verhältnis
- Unterschied zwischen vorne und hinten – wichtig bei Richtantennen.
- Öffnungswinkel
- Breite der Hauptkeule bei −3 dB, waagerecht und senkrecht.
- Polarisation, Wirkungsgrad, SWV unter 2
- Überwiegende Polarisation, Anteil der abgestrahlten Leistung und der Frequenzbereich, in dem das SWV unter 2 bleibt.
Reiter unter den Messwerten
- Diagramme
- Azimut- (von oben) und Elevationsdiagramm (von der Seite) in dB, bezogen auf das Maximum.
- SWV und Impedanz
- SWV über den eingestellten Frequenzbereich (gestrichelt ohne Anpassung) sowie Wirk- und Blindanteil.
- Bauplan
- Maße, Zuschnittlängen, Material und Bauhinweise – die Vorschau dessen, was im PDF steht.
- Anpassung
- Alle Anpassungsvarianten mit SWV, dazu Wickeldaten bzw. Länge von Haarnadel oder λ/4-Leitung.
- Bänder
- Impedanz und SWV auf den zusätzlich gewählten Bändern.
- Legende
- Erklärung aller Begriffe und Einheiten. Dieselben Erklärungen erscheinen, wenn du mit der Maus über einen gepunktet unterstrichenen Begriff fährst – etwa bei den Messwerten oder den Eingabefeldern. Am Touchscreen genügt Antippen.
Bauplan-PDF
Das Ergebnis zum Mitnehmen
Mit der Taste Bauplan-PDF in der Kopfzeile erhältst du den fertigen Bauplan für die Werkstatt. Er enthält:
- alle Kenndaten der Simulation (Impedanz, SWV, Gewinn, Abstrahlwinkel, Öffnungswinkel …),
- ein Bild der 3D-Ansicht – so, wie sie gerade eingestellt ist; drehe sie also vorher in eine aussagekräftige Lage,
- eine Maßskizze und Tabellen mit Modell- und Zuschnittlängen, bei der Yagi alle Elementlängen und Abstände,
- Materialliste und Bauhinweise,
- die empfohlene Anpassung mit Balun-Wickeldaten bzw. Haarnadel- oder λ/4-Leitungslänge,
- Strahlungsdiagramme, SWV- und Impedanzkurve sowie gegebenenfalls die Bandübersicht.
Tipps und Grenzen
- Antennen immer etwas länger bauen (2–5 %) und am Aufbauort auf minimales SWV abgleichen.
- Die Simulation kennt keine Bäume, Gebäude, Masten oder Zuleitungen in der Umgebung – sie verschieben Resonanz und Impedanz.
- Für tief hängende Antennen nutzt der Antennenrechner automatisch das genauere, aber langsamere Sommerfeld-Bodenmodell.
- Viele Zusatzbänder oder hohe Frequenzen bei großen Antennen verlängern die Rechenzeit.
- Die Software ist eine Beta-Version. Für die Richtigkeit der Berechnungen wird keine Gewähr übernommen.